Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Hallo Heinz,
Danke fürs Bescheid geben. Ich habe mir den Radiobeitrag über MrgFus angehört, hört sich richtig gut an, man muss die Daumen drücken, dass ws bald auch für Zwangsstörungen angeboten wird, ebenso wie LITT.
Ich finde ws sehr wichtig, darüber aufzuklären, dass es verschiedene Optionen zur Behandlung von Zwangsstörungen gibt und leider macht das die DGZ nicht umfassend, auch nicht im Hinblick von Medikamenten.
Jeder muss ja selbst wissen, was ihm wirklich hilft.
Danke fürs Bescheid geben. Ich habe mir den Radiobeitrag über MrgFus angehört, hört sich richtig gut an, man muss die Daumen drücken, dass ws bald auch für Zwangsstörungen angeboten wird, ebenso wie LITT.
Ich finde ws sehr wichtig, darüber aufzuklären, dass es verschiedene Optionen zur Behandlung von Zwangsstörungen gibt und leider macht das die DGZ nicht umfassend, auch nicht im Hinblick von Medikamenten.
Jeder muss ja selbst wissen, was ihm wirklich hilft.
Medikamentöse Behandlungen Video
Zur medikamentösen Therapie gibt es von der DGZ am YouTube-Kanal ein Interview mit Prof. Voderholzer vom Nov. 2024: https://m.youtube.com/watch?v=zSUrc-jyK8U
Sonst würde ich bei Interesse S3-Leitlinie nachlesen bzw. mit darin erfahrenem Psychiater reden. Austausch zwischen einzelnen Betroffenen finde ich persönlich diesbzgl. nicht so zielführend.
Sonst würde ich bei Interesse S3-Leitlinie nachlesen bzw. mit darin erfahrenem Psychiater reden. Austausch zwischen einzelnen Betroffenen finde ich persönlich diesbzgl. nicht so zielführend.
Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Hallo Lola,
habe letzten Beitrag mal aus Interesse angehört. Ich denke nicht, dass solche neurochirurgischen Verfahren für mich in Frage kämen. Aber mich hat einfach mal interessiert von welchem Symptomniveau die Patientin kam und wo es hinging. Klingt halt alles sehr relativ. Wenn es natuerlich mit den Standardmethoden gar nicht funktioniert, aus dem Haus zu kommen und in den Basics "zu funktionieren", so wie bei ihr, klingt es relativ für ihre Situation schon nach viel Hilfe. Aber sie sagte glaub ich so etwas um 35% Verbesserung und dass sie sehr wohl noch Expos machen muss etc. Das finde ich dann dafür dass man solch einen drastischen Schritt unternimmt dann doch wieder etwas ernüchternd wenig. Aber dennoch gut, dass es auch diese Möglichkeit gäbe. Es gibt eh schon so wenig bei schweren Zwangsstörungen, da ist eine weitere Methode besser als keine.
Gruss
habe letzten Beitrag mal aus Interesse angehört. Ich denke nicht, dass solche neurochirurgischen Verfahren für mich in Frage kämen. Aber mich hat einfach mal interessiert von welchem Symptomniveau die Patientin kam und wo es hinging. Klingt halt alles sehr relativ. Wenn es natuerlich mit den Standardmethoden gar nicht funktioniert, aus dem Haus zu kommen und in den Basics "zu funktionieren", so wie bei ihr, klingt es relativ für ihre Situation schon nach viel Hilfe. Aber sie sagte glaub ich so etwas um 35% Verbesserung und dass sie sehr wohl noch Expos machen muss etc. Das finde ich dann dafür dass man solch einen drastischen Schritt unternimmt dann doch wieder etwas ernüchternd wenig. Aber dennoch gut, dass es auch diese Möglichkeit gäbe. Es gibt eh schon so wenig bei schweren Zwangsstörungen, da ist eine weitere Methode besser als keine.
Gruss
Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Hallo Teecoffee,
Prima, dass du dir das mal angehört hast! Es ist natürlich verständlich, dass das nicht für jede Person in Frage kommt und es dauert sicherlich noch, bis es - wie z.B. die THS - etabliert sein könnte. Ich finde es allerdings sehr wichtig, dass über mögliche Behandlungsoptionen bei OCD aufgeklärt wird und ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso über solche neuartige Verfahren, selbst wenn sie aktuell noch insbesondere erst im Ausland verfügbar sein sollten, nicht über die DGZ informiert wird. Selbst bei der Jahrestagung der DGZ in Herbst scheint dies kein Thema zu sein.
OCD Betroffene haben meines Erachtens nach das Recht über mögliche Behandlungsoptionen informiert zu werden.
Selbst OCDLand informiert nicht darüber.
Tauschen wir ubs doch gerne aus, wenn wir was Neues wissen, sei es Medikamente, sonstiges. Ansonsten kann man ja nur bestmöglich versuchen damit klarzukommen.
Gruss zurück
Prima, dass du dir das mal angehört hast! Es ist natürlich verständlich, dass das nicht für jede Person in Frage kommt und es dauert sicherlich noch, bis es - wie z.B. die THS - etabliert sein könnte. Ich finde es allerdings sehr wichtig, dass über mögliche Behandlungsoptionen bei OCD aufgeklärt wird und ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wieso über solche neuartige Verfahren, selbst wenn sie aktuell noch insbesondere erst im Ausland verfügbar sein sollten, nicht über die DGZ informiert wird. Selbst bei der Jahrestagung der DGZ in Herbst scheint dies kein Thema zu sein.
OCD Betroffene haben meines Erachtens nach das Recht über mögliche Behandlungsoptionen informiert zu werden.
Selbst OCDLand informiert nicht darüber.
Tauschen wir ubs doch gerne aus, wenn wir was Neues wissen, sei es Medikamente, sonstiges. Ansonsten kann man ja nur bestmöglich versuchen damit klarzukommen.
Gruss zurück
Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Stimme zu, dass die Informationen hier nicht gerade detailliert sind. Leider bekommt OCD nicht viel Aufmerksamkeit als gravierende Störung im Allgemeinen, und wirklich spezialisierte Therapie/Kliniken/Medikamente sind in Deutschland schwer zu finden. Ich denke das liegt auch an dem Narrativ, dass mit Verhaltenstherapie, ACT und Achtsamkeit den Meisten sehr gut geholfen werden kann (ich halte das schon auch fuer eines der besten Methoden, aber ich denke viele Leute haben dennoch schwer zu knabbern).
Schaut man z.b. auf die International OCD Foundation, findet man viel mehr Infos:
https://iocdf.org/ocd-treatment-guide/
Und darin dann auch Neurosurgery:
https://iocdf.org/expert-opinions/the-p ... s-for-ocd/
Auch wenn man deren Konferenzen, Webinare etc anschaut, ist das dort überproportional (im Sinne dass USA natuerlich auch mehr Einwohner als DE hat) mehr und spezialisierter als in Deutschland. Deutschland ist dort leider ein bisschen eine Wüste, aber ich denke dass OCD generell nicht so populär ist.
Gruss
Schaut man z.b. auf die International OCD Foundation, findet man viel mehr Infos:
https://iocdf.org/ocd-treatment-guide/
Und darin dann auch Neurosurgery:
https://iocdf.org/expert-opinions/the-p ... s-for-ocd/
Auch wenn man deren Konferenzen, Webinare etc anschaut, ist das dort überproportional (im Sinne dass USA natuerlich auch mehr Einwohner als DE hat) mehr und spezialisierter als in Deutschland. Deutschland ist dort leider ein bisschen eine Wüste, aber ich denke dass OCD generell nicht so populär ist.
Gruss
Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Hallo Teecoffee,
Zwischenzeitlich konnte ich in Erfahrung bringen, daas es neben der Möglichkeit einer tiegen Hirnstimulation auch die Ablation bei Zwangsstörungen in Deutschland gibt und zwar bisher offenbar nur an dee Uniklinik Köln, Neurochirurgie. Natürlich ist das ein Eingriff, über den man sich bei Interesse auch erst einmal informieren müsste.
Ob weitere Kliniken Ablationen anbieten werden, muss man abwarten.
Ich finde, dass die Deutsche Gesellschaft für Zwangsstörungen über diese verschiedenen neurochirurgischen Möglichkeiten in Deutschland informieren sollte. Ich sehe dies als deren Aufgabe an.
LG
Zwischenzeitlich konnte ich in Erfahrung bringen, daas es neben der Möglichkeit einer tiegen Hirnstimulation auch die Ablation bei Zwangsstörungen in Deutschland gibt und zwar bisher offenbar nur an dee Uniklinik Köln, Neurochirurgie. Natürlich ist das ein Eingriff, über den man sich bei Interesse auch erst einmal informieren müsste.
Ob weitere Kliniken Ablationen anbieten werden, muss man abwarten.
Ich finde, dass die Deutsche Gesellschaft für Zwangsstörungen über diese verschiedenen neurochirurgischen Möglichkeiten in Deutschland informieren sollte. Ich sehe dies als deren Aufgabe an.
LG
Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Hallo Lola, hallo Alle!
Nur mal vorab, unser Verein heißt - DEUTSCHE GESELLSCHAFT ZWANGSERKRANKUNGEN e.V.!
Die Verfahren, die ihr ansprecht, zumindest die Tiefe-Hirnstimulation, haben wir in unserer Zeitschrift Z-aktuell schon mal vorgestellt.
Diese Methoden sind wirklich die letzte Behandlungsoption, wenn alle Verfahren, Verhaltenstherapie und oder Medikamentöse Therapie überhaupt nicht anschlagen haben.
In den S3 Leitlinien, findet ihr auf unserer Webseite und bald kommen auch die Patientenleitlinien heraus, die für Patienten und Angehörige leichter zu verstehen sind, werden sie auch nur als letzte Option vorgestellt.
Warum, weil es eine Operation am Gehirn ist- was nicht ganz ungefährlich ist. Zum anderen gibt es noch zu wenig Forschung dazu.
Ich persönlich kenne 2 Betroffene, die haben eine Tiefe Hirnstimulation haben machen lassen, und danach haben die Ängste und Depression deutlich zugenommen haben. Die Zwänge sind dagegen nur leicht zurück gegangen.
Wer an diesen Methoden interessiert ist, kann sich ja mal in Köln informieren!
Und ich werde mal unseren Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats, Herr Prof. Voderholzer fragen, ob er hier für s Forum was dazu schreiben kann.
Liebe Grüße Antonia, Vorsitzende der DGZ e.V.
Nur mal vorab, unser Verein heißt - DEUTSCHE GESELLSCHAFT ZWANGSERKRANKUNGEN e.V.!
Die Verfahren, die ihr ansprecht, zumindest die Tiefe-Hirnstimulation, haben wir in unserer Zeitschrift Z-aktuell schon mal vorgestellt.
Diese Methoden sind wirklich die letzte Behandlungsoption, wenn alle Verfahren, Verhaltenstherapie und oder Medikamentöse Therapie überhaupt nicht anschlagen haben.
In den S3 Leitlinien, findet ihr auf unserer Webseite und bald kommen auch die Patientenleitlinien heraus, die für Patienten und Angehörige leichter zu verstehen sind, werden sie auch nur als letzte Option vorgestellt.
Warum, weil es eine Operation am Gehirn ist- was nicht ganz ungefährlich ist. Zum anderen gibt es noch zu wenig Forschung dazu.
Ich persönlich kenne 2 Betroffene, die haben eine Tiefe Hirnstimulation haben machen lassen, und danach haben die Ängste und Depression deutlich zugenommen haben. Die Zwänge sind dagegen nur leicht zurück gegangen.
Wer an diesen Methoden interessiert ist, kann sich ja mal in Köln informieren!
Und ich werde mal unseren Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats, Herr Prof. Voderholzer fragen, ob er hier für s Forum was dazu schreiben kann.
Liebe Grüße Antonia, Vorsitzende der DGZ e.V.
Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere mich haben wollen. 
Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen
Hallo Antonia,
Vielen herzlichen Dank für deine Bemühungen und die ganzen Informationen.
Interessant wäre es im Gegensatz zu der tiefen Hirnstimulation, die einem tatsächlich sehr invasiv vorkommt, etwas zu den Ablationsverfahren zu erfahren, die ja die Uniklinik Köln zur Behandlung von Zwangsstörungen anbietet. Wenn du hier auch Betroffene und deren Erfahrungen kennst, so wäre dies interessant. Natürlich ist es, wie du schreibst, eine Operation am Gehirn.
Ein Bericht von Patientenerfahrungen dazu wäre interessant im Vergleich zur THS.
Vielen Dank fürs Lesen
Vielen herzlichen Dank für deine Bemühungen und die ganzen Informationen.
Interessant wäre es im Gegensatz zu der tiefen Hirnstimulation, die einem tatsächlich sehr invasiv vorkommt, etwas zu den Ablationsverfahren zu erfahren, die ja die Uniklinik Köln zur Behandlung von Zwangsstörungen anbietet. Wenn du hier auch Betroffene und deren Erfahrungen kennst, so wäre dies interessant. Natürlich ist es, wie du schreibst, eine Operation am Gehirn.
Ein Bericht von Patientenerfahrungen dazu wäre interessant im Vergleich zur THS.
Vielen Dank fürs Lesen