Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Lola76
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Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Lola76 »

Ergänzend möchte ich noch anmerken, dass ich mit der Autorin des Buchs "Contaminated" aus den USA über die Behandlung von Zwangsstörungen sprach, die sagte, dass ihr eine stereotaktische Ablation sehr geholfen hätte. Auch im Internet liest man zb von erfolgreichen Laserablationen beim Butler Hospital.
Hier wäre es interessant, welche Erfahrungen in Deutschland Betroffene mit Ablation bei Zwangstörung wohl insbesondere an der Uniklinin Köln gemacht haben.
Wenn du dazu Erfahrungen hast, Antonia, so wäre dies sehr interessant, auch z.B. einmal für einen Bericht, dann würde ich dies gerne lesen / auch Mitglied werden.
Es ist ja bekannt, dass es eine hohe Therapieresistenz bei Zwangsstörungen, aber auch Depressionen trotz Vergaltenstherapien und Medikamenten gibt. Das ist leider ein Fakt.
Heinz_Hilbig

Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Heinz_Hilbig »

Lola76 hat geschrieben: Fr 1. Aug 2025, 08:19 Es ist ja bekannt, dass es eine hohe Therapieresistenz bei Zwangsstörungen, aber auch Depressionen trotz Vergaltenstherapien und Medikamenten gibt. Das ist leider ein Fakt.

Ergänzend darf ich dazu anmerken, dass ich wiederholt feststellen musste - auch hier im Forum - dass diese "Resistenz" häufiger vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Betroffene in Flucht- und Vermeidungsverhalten verfallen, sobald sie an den "Punkt" in der Therapie kommen, an dem die eigentliche therapeutische Arbeit eigentlich beginnen müsste...
Lola76
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Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Lola76 »

Es gibt viele Betroffene, die sich sehr in Therapien bemühen. Selbst die Autorin, von der ich berichtete, probierte sehr vieles aus und arbeitete daran.
Vermeidungs- und Fluchtverhalten in Bezug auf Grübelzwänge worauf?
Ich habe von vielen gehört, dass sie jahrelang unter Grübelzwängen leiden.
Ich finde, wenn sich Betroffene für andere neurochirurgische Möglichkeiten, was ja hier das Themabist, entscheiden sollten, sollten entsprechende Aufklärungen und Möglichkeiten gegeben sein. Hier wird übrigens viel nicht grundlos geforscht.
Heinz_Hilbig

Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Heinz_Hilbig »

Die Art des Zwangs spielt keine Rolle.

Lola76 hat geschrieben: So 3. Aug 2025, 08:31 Hier wird übrigens viel nicht grundlos geforscht.

Geforscht wird, um Karrieren zu befördern und Geld zu verdienen. Das ist der primäre Antrieb. Man muss nur einmal durch die Supermarkt- Regale laufen. Das allermeisten dort wurde nicht produziert, um ein besonders gesundes oder nachhaltiges Lebensmittel herzustellen...
Lola76 hat geschrieben: So 3. Aug 2025, 08:31 Es gibt viele Betroffene, die sich sehr in Therapien bemühen. Selbst die Autorin, von der ich berichtete, probierte sehr vieles aus und arbeitete daran.
Ja, manche bemühen sich. Diese Betroffenen erzielen für gewöhnlich auch Erfolge.
Ander glauben nur oder reden sich ein, sie würden sich bemühen. Oder sie sind bemüht Jemanden zu finden, der ihnen ihr Problem abnimmt und für sie löst... Weil sie selbst davon laufen, wenn sie an die schmerzhaften - und folglich therapierelevanten - Punkte gelangen.
Lola76
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Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Lola76 »

Das kann ja auch sein, denke aber auch, dass trotzdem auch viel geforscht wird, um Menschen zu helfen. MrgFus z.B. ist bei Tremor offenbar erfolgreich und da wird weiter geforscht und es wird auch schon bei anderen Krankheiten erfolgreich eingesetzt.
Wie viele schmerzhafte Punkte muss man denn in Therapie noch angehen, wenn man diese schon angegangen ist um bestimmte Traumata zu überwinden?
Vielleicht hast du eine Antwort auf die Frage Grübelzwänge loswerden bzw vielmehr wie schafft man es einen ZG nicht negativ zu bewerten, wenn dies automatisch kommt?
Wie auch immer, muss jeder selbst wissen, ob er/sie neurochirurgische Möglichkeiten in Betracht zieht.
Heinz_Hilbig

Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Heinz_Hilbig »

Natürlich. Je mehr Anwendungsgebiete, desto höher der Umsatz...

Die Anzahl der "schmerzhaften Punkte" ist individuell.
Aber: wenn man sie angegangen hat und sie danach immer noch Probleme bereiten, dann ist und bleibt meine Antwort diese: dann hat man diese Punkte noch nicht ausreichend bearbeitet.

Es genügt eben nicht, diese Punkte mal anzusprechen. Oder darüber zu reden. Man muss sich auch u.u. sehr intensiv damit auseinander setzen. Das ist auch so ein Punkt: Gesprächstherapie lässt sich prima "abrechnen". Doch gerade die besonders schmerzhaften Punkte bedürfen häufig einer anderen Herangehensweise. Nonverbale Therapien sind den ganzen Gerede häufig weit überlegen in ihrer Effizienz. Doch auch hier gilt leider häufig: Umsatz geht vor Heilung...
Lola76 hat geschrieben: So 3. Aug 2025, 22:07 ...wie schafft man es einen ZG nicht negativ zu bewerten, wenn dies automatisch kommt.
Das ist so, weil du das so gelernt hast. Um das zu ändern musst du daher dein Gehirn umlernen, neu programmieren sozusagen. Dies geschieht durch häufiges wiederholen der Situation und dem bewussten Austausch der Bewertung durch eine positive solche - oder zumindest eine neutrale.
Nach der Formel "Erkennen - nicht kritisieren - ändern"

Im übrigen haben wir uns darüber schon vor rund 12 Wochen unterhalten. Lies dir doch bitte die alten Posts noch einmal durch.
Lola76 hat geschrieben: So 3. Aug 2025, 22:07 Wie auch immer, muss jeder selbst wissen, ob er/sie neurochirurgische Möglichkeiten in Betracht zieht.
Sicher.. jeder ist für dich selbst verantwortlich. Doch im Kern ist das ein Ausweich-Verhalten. Der Wunsch nach einer schnellen, einer bequemen Lösung. Der Wunsch nach einer "Abkürzung", danach dass andere den "Job" übernehmen mögen...
Lola76
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Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Lola76 »

Wenn dem so ist, dass Gesprächstherapien bei Traumatas nicht erfolgreich sind, woher soll man dann wissen, wie man ein Trauma non-verbal behandelt?
Ja, das ist sicher so, dass man das negative Bewerten von ZGs gelernt hat. Es kommt einem schwierig vor, zb dieser Gedanke ist fürchterlich stattdessen dieser Gedanke ist nicht fürchterlich, was ja nicht stimmt, da er fürchterlich ist, ich lese nochmal in vorherigen Post nach.
Klar würde man wohl eine schnelle einfache Lösung befürworten. Immerhin bezahlt man ja in die Krankenkasse, also kann man auch auf Innovationen hoffen, deren Entwicklung man monatlich mitbezahlt.
Heinz_Hilbig

Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Heinz_Hilbig »

Naja, diese "Innovationen" haben nicht nur eine positive Seite. Das ist eben der Haken dabei...

Wenn du konkret Traumata ansprichst... Hast du schon Bücher über Traumabehandlung gelesen ? Da geht es viel ums Atmen, ums in Bewegung kommen,um das körperliche erleben. Und ich würde EMDR einer reinen (kognitiven) Gesprächstherapie definitiv vorziehen.
Lola76
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Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Lola76 »

Ok, danke für die interessanten Inputs zu EMDR.
Auf Innovationen kann man trotzdem hoffen...
Was meinst du mit Erkennen - nicht kritisieren - ändern?
Heinz_Hilbig

Re: Innovative und neurochirurgische Behandlungen

Beitrag von Heinz_Hilbig »

Hallo Lola,

Um die Veränderung von Denkmustern zu verstehen, hilft es, sich das Prinzip "Erkennen - nicht kritisieren - ändern" anzuschauen. Dieser Dreischritt ist eine sehr effektive Methode, um alte, hinderliche Denkweisen zu überwinden und neue, hilfreichere zu etablieren.

Erkennen
Der erste Schritt ist das Erkennen. Hier geht es darum, die eigenen Denkmuster zu identifizieren. Oft sind wir uns gar nicht bewusst, wie wir denken und welche inneren Dialoge wir führen. Nehmen wir zum Beispiel an, Sie machen einen Fehler bei der Arbeit. Ein typisches, möglicherweise hinderliches Denkmuster könnte sein, sich sofort selbst zu verurteilen: "Ich bin so dumm, das kann doch jedem passieren, nur mir nicht." Das Ziel ist, diese automatische Reaktion zu bemerken. Sie müssen wie ein neutraler Beobachter Ihrer eigenen Gedanken werden. Ohne eine ehrliche und bewusste Wahrnehmung des Problems kann man es nicht lösen.

Nicht kritisieren
Der zweite Schritt ist der wohl wichtigste: nicht kritisieren. Sobald Sie ein Denkmuster erkannt haben, neigen wir oft dazu, uns dafür zu verurteilen, dass wir so denken. "Ich sollte nicht so negativ denken" oder "Warum bin ich so ein Pessimist?" Solche Selbstkritik führt jedoch nur dazu, dass wir uns schlecht fühlen und uns weiter im Kreis drehen. Das Ziel dieses Schrittes ist es, die Gedanken einfach als das zu akzeptieren, was sie sind – Gedanken. Sie sind weder gut noch schlecht. Das ist der Moment, in dem Sie sich selbst Mitgefühl entgegenbringen und anerkennen, dass diese Denkmuster in der Vergangenheit vielleicht einmal nützlich waren, aber heute nicht mehr dienen. Es ist eine Haltung der Akzeptanz, die den Weg für den nächsten Schritt freimacht.

Ändern
Der letzte Schritt ist das Ändern. Sobald Sie Ihr Denkmuster erkannt und ohne Kritik akzeptiert haben, können Sie aktiv daran arbeiten, es zu verändern. Im Beispiel mit dem Fehler bei der Arbeit könnte die Veränderung so aussehen: Anstatt sich selbst zu verurteilen ("Ich bin so dumm"), formulieren Sie den Gedanken bewusst um: "Das war ein Fehler, den ich gemacht habe. Ich werde daraus lernen, damit er nicht noch einmal passiert." Hier geht es darum, eine neue, konstruktive Denkweise zu etablieren. Dies ist oft ein Prozess, der Übung erfordert. Es hilft, sich eine neue, positive Aussage zu überlegen und diese immer wieder bewusst zu wiederholen, bis sie zur neuen, automatischen Reaktion wird.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Erkennen - nicht kritisieren - ändern" eine kraftvolle Methode ist, um innezuhalten, die eigenen Denkprozesse zu verstehen und sie dann in eine Richtung zu lenken, die Ihnen mehr Erfolg und Wohlbefinden bringt. Es geht nicht darum, sich perfekt zu machen, sondern darum, bewusster und mitfühlender mit sich selbst umzugehen.

(Ist KI formuliert. Hätte das selbst auch nicht besser machen können
...:)
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