ich schreibe als Angehöriger, weil wir für meine Mutter (Anfang 70) im Raum Frankfurt-Ost/ Offenbach schon seit längerer Zeit passende Hilfe suchen und bisher leider nicht weiterkommen.
Bei ihr besteht eine Zwangsstörung/OCD mit deutlich belastenden Ritualen im Alltag. Im Vordergrund stehen vor allem Reinigungs-/Kontaminations-, Kontroll-, Zähl- und wiederholende Ritualhandlungen. Einige Abläufe dauern sehr lange und belasten sie selbst und uns als Familie stark.
Wichtig ist: Die Therapie müsste auf Englisch möglich sein. Für Alltagsdinge kommt sie mit Deutsch teilweise zurecht, aber für Psychotherapie und belastende Themen reicht es nicht. Sie ist psychiatrisch angebunden und medikamentös behandelt, aber wir merken klar, dass zusätzlich eine wirklich zwangsspezifische Psychotherapie nötig ist.
Wir suchen besonders eine Verhaltenstherapie/KVT mit Erfahrung bei Zwangsstörungen, idealerweise mit Exposition und Reaktionsmanagement/ERP. Reine Einzeltherapie wäre für sie deutlich passender als eine Gruppe; Gruppentherapie ist wegen Sprache und Situation sehr schwierig.
Wir haben inzwischen viele Wege versucht: Praxen, Ambulanzen, Kliniken, Ausbildungsambulanzen, private/Selbstzahler-Optionen und übliche Suchportale. Häufig scheitert es an fehlenden Kapazitäten, fehlendem Englisch, Gruppenvoraussetzungen oder daran, dass keine wirklich zwangsspezifische Behandlung angeboten wird. Selbstzahler-/Privatbehandlung wäre bei passender Qualifikation grundsätzlich möglich.
Besonders hilfreich wäre jemand im Raum Frankfurt-Ost, Offenbach oder gut erreichbar von dort. Falls jemand Erfahrung mit aufsuchender Exposition oder einzelnen therapeutisch begleiteten Expositionen im häuslichen Umfeld hat, wäre das für uns ebenfalls sehr interessant, weil viele Rituale im Alltag bzw. zu Hause auftreten. Uns ist klar, dass das nicht Standard ist.
Meine Fragen an euch:
Kennt jemand eine Praxis, Therapeutin, einen Therapeuten, eine Ambulanz oder ein Institut im Rhein-Main-Gebiet, das wirklich Erfahrung mit Zwangsstörungen/OCD, Exposition/ERP und Behandlung auf Englisch hat?
Hat jemand als Angehöriger Erfahrung damit, trotz langer Wartelisten eine passende Behandlung zu finden?
Gibt es private oder weniger bekannte Anlaufstellen, die man bei Zwangsstörungen leicht übersieht?
Hat jemand Erfahrung mit Vermittlungsstellen wie z. B. der Zentrale-Infobörse-Psychotherapie oder ähnlichen Angeboten – und ob dort auch wirklich zwangserfahrene Behandler vermittelt werden, nicht nur allgemeine Verhaltenstherapie?
Allgemeine Standardwege kennen wir inzwischen schon recht gut. Am hilfreichsten wären deshalb konkrete Erfahrungen, Namen, Hinweise oder auch Tipps, wo man realistisch noch suchen kann. Wenn jemand Namen nicht öffentlich nennen möchte, gern per PN.
Vielen Dank fürs Lesen. Wir sind für jeden konkreten Hinweis oder Austausch sehr dankbar.
Viele Grüße