Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Hallo.
kennt das noch jemand, dass die Zwänge nach einer Therapie Stunde noch schlimmer sind?
Ich hatte gestern wieder meine Trauma Therapie und es sind wieder neue Sachen hoch gekommen.
Heute ist es so extrem mit den Zwängen, dass ich es kaum aushalten kann.
Liebe Grüße
Ela
kennt das noch jemand, dass die Zwänge nach einer Therapie Stunde noch schlimmer sind?
Ich hatte gestern wieder meine Trauma Therapie und es sind wieder neue Sachen hoch gekommen.
Heute ist es so extrem mit den Zwängen, dass ich es kaum aushalten kann.
Liebe Grüße
Ela
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Hallo
Ja, das gibt es.
Kann verschiedene Gründe haben. Im besten Falle bedeutet es, dass die Therapiearbeit an der richtigen Stelle angelangt ist...
Also kein Grund zur Sorge.
Jetzt nur nicht flüchten, verdrängen, verleugnen, ausweichen...
Ja, das gibt es.
Kann verschiedene Gründe haben. Im besten Falle bedeutet es, dass die Therapiearbeit an der richtigen Stelle angelangt ist...
Also kein Grund zur Sorge.
Jetzt nur nicht flüchten, verdrängen, verleugnen, ausweichen...
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Hallo Zwandra,
danke für deine Nachricht.
Ich habe schon an andere Wege gedacht, weil mein Zustand an sich nicht besser, sondern eher schlechter wird.
Leugnen tue ich nichts.
Viele Grüße
Ela
danke für deine Nachricht.
Ich habe schon an andere Wege gedacht, weil mein Zustand an sich nicht besser, sondern eher schlechter wird.
Leugnen tue ich nichts.
Viele Grüße
Ela
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Andere Wege ?
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Na ja, eine andere Therapie Form oder eine andere Therapeutin vielleicht.
Es wird ja immer schlimmer anstatt besser und es fängt an sich auch körperlich aus zu wirken.
Es wird ja immer schlimmer anstatt besser und es fängt an sich auch körperlich aus zu wirken.
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Dein Körper gibt dir Feedback. Offenbar bist du an einem für dich wichtigen Thema angelangt.
Details dazu sind hier nicht bekannt - daher kann man zur "richtigen" Therapie nichts sagen. Das müsstest du also ggf erst klären.
Aber nur weil du gerade stark darauf reagierst bedeutet nicht automatisch, dass du die falsche Therapie machst.
Therapie ist kein Ponyhof.
Details dazu sind hier nicht bekannt - daher kann man zur "richtigen" Therapie nichts sagen. Das müsstest du also ggf erst klären.
Aber nur weil du gerade stark darauf reagierst bedeutet nicht automatisch, dass du die falsche Therapie machst.
Therapie ist kein Ponyhof.
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Hallo Ela,
von außen und ohne Details zu kennen, ist Deine Problematik natürlich schwer einzuschätzen.
Nach meinem Verständnis sind Zwänge (vereinfacht gesagt) eine Art Übersprungshandlung, die durch ungelöste Konflikte ausgelöst wird. In einer Klinik, die ich einmal besucht habe, wurde auch von einem „Zwei-Bühnen-Modell“ gesprochen, von denen die eine Bühne diejenige des Zwangs und die andere die des „echten“ Lebens ist (so erinnere ich es zumindest).
Wenn in der von Dir erwähnten Traumatherapie die Probleme des „echten Lebens“ thematisiert wurden, dann vermute ich, dass Zwandra mit ihrer Vermutung recht hat und dass eine Lösung dieser Probleme (wofür sie angesprochen werden müssen) auch der Lösung der Zwangsproblematik dienen soll – was aber natürlich sehr anstrengend sein kann.
In eigenen Therapiestunden wurde allerdings oft erstmal die Zeit seit der letzten Sitzung revue passieren lassen. Dabei ist es mir relativ häufig passiert, dass ich durch Wiederaufwärmen schon weitgehend vergessener Situationen erneut „getriggert“ wurde. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine damalige Therapeutin nicht sehr geübt in Gesprächen mit Zwangspatienten war. Ich muss dazu sagen, dass ich unter einer Art Waschzwang leide mit großer Angst vor Kontamination mit bestimmten Keimen und deren Weiterverbreitung. Das Anfassen vieler Gegenstände, die nicht in die Waschmaschine gesteckt werden können, ist für mich daher oft problematisch. Meine Therapeutin riet mir seinerzeit z. B. einmal, meine Schuhe doch „nochmal ganz besonders gründlich sauber zu machen“, ein anderes Mal, sie wegzuwerfen und ein weiteres Mal, mein Portemonnaie wegzuwerfen. In allen Fällen war das ernst gemeint und nicht als bewusste Provokation, und in allen Fällen war ich der Meinung, dass ein Mensch ohne Zwangserkrankung nichts weggeworfen oder nochmal sauber gemacht hätte. Die genannten Bemerkungen haben meinen Zwang aber sehr befeuert und für mich war dies letztlich ein Grund, mich von dieser Therapeutin zu trennen.
Falls das, was Du ansprichst, eher in letztere Richtung geht, wäre das vielleicht wirklich ein Zeichen dafür, dass die Therapie nicht gut geeignet ist.
von außen und ohne Details zu kennen, ist Deine Problematik natürlich schwer einzuschätzen.
Nach meinem Verständnis sind Zwänge (vereinfacht gesagt) eine Art Übersprungshandlung, die durch ungelöste Konflikte ausgelöst wird. In einer Klinik, die ich einmal besucht habe, wurde auch von einem „Zwei-Bühnen-Modell“ gesprochen, von denen die eine Bühne diejenige des Zwangs und die andere die des „echten“ Lebens ist (so erinnere ich es zumindest).
Wenn in der von Dir erwähnten Traumatherapie die Probleme des „echten Lebens“ thematisiert wurden, dann vermute ich, dass Zwandra mit ihrer Vermutung recht hat und dass eine Lösung dieser Probleme (wofür sie angesprochen werden müssen) auch der Lösung der Zwangsproblematik dienen soll – was aber natürlich sehr anstrengend sein kann.
In eigenen Therapiestunden wurde allerdings oft erstmal die Zeit seit der letzten Sitzung revue passieren lassen. Dabei ist es mir relativ häufig passiert, dass ich durch Wiederaufwärmen schon weitgehend vergessener Situationen erneut „getriggert“ wurde. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass meine damalige Therapeutin nicht sehr geübt in Gesprächen mit Zwangspatienten war. Ich muss dazu sagen, dass ich unter einer Art Waschzwang leide mit großer Angst vor Kontamination mit bestimmten Keimen und deren Weiterverbreitung. Das Anfassen vieler Gegenstände, die nicht in die Waschmaschine gesteckt werden können, ist für mich daher oft problematisch. Meine Therapeutin riet mir seinerzeit z. B. einmal, meine Schuhe doch „nochmal ganz besonders gründlich sauber zu machen“, ein anderes Mal, sie wegzuwerfen und ein weiteres Mal, mein Portemonnaie wegzuwerfen. In allen Fällen war das ernst gemeint und nicht als bewusste Provokation, und in allen Fällen war ich der Meinung, dass ein Mensch ohne Zwangserkrankung nichts weggeworfen oder nochmal sauber gemacht hätte. Die genannten Bemerkungen haben meinen Zwang aber sehr befeuert und für mich war dies letztlich ein Grund, mich von dieser Therapeutin zu trennen.
Falls das, was Du ansprichst, eher in letztere Richtung geht, wäre das vielleicht wirklich ein Zeichen dafür, dass die Therapie nicht gut geeignet ist.
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Hallo Ocdopus,
vielen Dank für deine Nachricht.
Bei mir ist es ähnlich wie bei Dir. Ich möchte nichts von aussen in meine Wohnung lassen. Was gewaschen werden kann, wird gewaschen. Was anders gereinigt werden kann, wird gereinigt. Alles andere fasse ich nur mit Handschuhen an oder wasche mir danach die Hände.
Ich habe allerdings überhaupt keine Sorgen von wegen Viren und Keimen. Ich glaube mit Viren und Keimen wird viel Panik gemacht. Eigentlich gehören diese zum Leben dazu und wenn wir ein gesundes System (Körper, Geist und Seele) haben, können diese uns nichts.
Mir ist immer noch nicht ganz klar, wovor genau diese Panik bei mir besteht.
Meine Trauma Therapeutin ist sehr einfühlsam, aber keine Fachfrau in Bezug auf Zwänge.
Bist Du sicher das deine Therapeutin das nicht doch provokativ meinte?
Vermutlich hast Du Sorge deswegen weil man solche gegen nicht gut reinigen kann bzw. diese dann schnell schaden nehmen würden.
Ich frage mich wie Heilung dann entstehen kann. Nur durch das darüber reden, dass scheint irgendwie nicht zu funktionieren.
Liebe Grüße
Ela
vielen Dank für deine Nachricht.
Bei mir ist es ähnlich wie bei Dir. Ich möchte nichts von aussen in meine Wohnung lassen. Was gewaschen werden kann, wird gewaschen. Was anders gereinigt werden kann, wird gereinigt. Alles andere fasse ich nur mit Handschuhen an oder wasche mir danach die Hände.
Ich habe allerdings überhaupt keine Sorgen von wegen Viren und Keimen. Ich glaube mit Viren und Keimen wird viel Panik gemacht. Eigentlich gehören diese zum Leben dazu und wenn wir ein gesundes System (Körper, Geist und Seele) haben, können diese uns nichts.
Mir ist immer noch nicht ganz klar, wovor genau diese Panik bei mir besteht.
Meine Trauma Therapeutin ist sehr einfühlsam, aber keine Fachfrau in Bezug auf Zwänge.
Bist Du sicher das deine Therapeutin das nicht doch provokativ meinte?
Vermutlich hast Du Sorge deswegen weil man solche gegen nicht gut reinigen kann bzw. diese dann schnell schaden nehmen würden.
Ich frage mich wie Heilung dann entstehen kann. Nur durch das darüber reden, dass scheint irgendwie nicht zu funktionieren.
Liebe Grüße
Ela
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Dann dissoziierst du vermutlich noch stark.Ela hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 21:05 Mir ist immer noch nicht ganz klar, wovor genau diese Panik bei mir besteht.
Und ? Hast du mal mit ihr darüber gesprochen, was gerade bei dir passiert ?Ela hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 21:05 Meine Trauma Therapeutin ist sehr einfühlsam, aber keine Fachfrau in Bezug auf Zwänge.
Ja und nein. Das Reden soll dann ja auch Veränderungen in deinem Denken und Verhalten bewirken.Ela hat geschrieben: Sa 29. Nov 2025, 21:05 Ich frage mich wie Heilung dann entstehen kann. Nur durch das darüber reden, dass scheint irgendwie nicht zu funktionieren.
Bei Traumata ist Reden allerdings nicht alleine ausreichend.
Hier, dies ist ein "Klassiker":
https://www.hugendubel.de/de/buch_karto ... tails.html
Es gibt viele Bücher über Traumatherapie !
Re: Zwänge nach Therapie Stunde noch schlimmer
Hallo Ela,
also so, wie ich die (inzwischen Jahre zurückliegenden) Kommentare meiner damaligen Therapeutin im Kopf habe, war keiner davon bewusst provokativ gemeint – ich denke, da hätte ich den Kontext schon recht falsch interpretieren müssen.
Wenn Du schreibst, dass Du von Viren und Bakterien eigentlich gar nichts Bestimmtes befürchtest, dann könnte ich mir vorstellen, dass Du recht gute Heilungschancen mittels Expos hast. Oder auch, wenn Du im Rahmen Deiner Traumatherapie sozusagen die tieferliegenden Ursachen für die Zwänge bewältigen kannst.
Bei mir sieht das leider anders aus. Ich befürchte zwar auch (zumindest in fast allen Fällen) keine negativen Folgen für meine eigene Gesundheit, aber dafür ist die Angst davor, Keime weiter zu verbreiten und dadurch an Krankheit und Tod von Tieren, Pflanzen (und sogar weniger Menschen) schuld zu sein, umso größer. Dadurch, dass ich mich fachlich in dieser Hinsicht relativ gut auskenne, fällt es mir leider in viel zu vielen Fällen sofort auf, wenn Pflanzen und Tiere krank/tot sind und weiß leider viel zu gut, wie die Übertragung der entsprechenden Keime erfolgt. Deswegen fällt es mir sehr schwer, im Rahmen wie immer auch gearteter Expos viele Dinge „einfach trotzdem“ zu machen.
also so, wie ich die (inzwischen Jahre zurückliegenden) Kommentare meiner damaligen Therapeutin im Kopf habe, war keiner davon bewusst provokativ gemeint – ich denke, da hätte ich den Kontext schon recht falsch interpretieren müssen.
Wenn Du schreibst, dass Du von Viren und Bakterien eigentlich gar nichts Bestimmtes befürchtest, dann könnte ich mir vorstellen, dass Du recht gute Heilungschancen mittels Expos hast. Oder auch, wenn Du im Rahmen Deiner Traumatherapie sozusagen die tieferliegenden Ursachen für die Zwänge bewältigen kannst.
Bei mir sieht das leider anders aus. Ich befürchte zwar auch (zumindest in fast allen Fällen) keine negativen Folgen für meine eigene Gesundheit, aber dafür ist die Angst davor, Keime weiter zu verbreiten und dadurch an Krankheit und Tod von Tieren, Pflanzen (und sogar weniger Menschen) schuld zu sein, umso größer. Dadurch, dass ich mich fachlich in dieser Hinsicht relativ gut auskenne, fällt es mir leider in viel zu vielen Fällen sofort auf, wenn Pflanzen und Tiere krank/tot sind und weiß leider viel zu gut, wie die Übertragung der entsprechenden Keime erfolgt. Deswegen fällt es mir sehr schwer, im Rahmen wie immer auch gearteter Expos viele Dinge „einfach trotzdem“ zu machen.